Objekt des Monats

Helmhaube für einen Turnierhelm / Quilted Tournament Cap, vermutlich süddeutsch 1480-1520 / South German (possibly) 1480-1520, Inv. Nr. 0402-2005 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Carlo Paggiarino)

Helmhaube
(vermutlich süddeutsch, 1480-1520)

Helmhaube für einen Turnierhelm / Quilted Tournament Cap, vermutlich süddeutsch 1480-1520 / South German (possibly) 1480-1520, Inv. Nr. 0402-2005 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Carlo Paggiarino)In den schweren geschlossenen Turnierhelmen des 15. und 16. Jahrhunderts wurden gepolsterte Helmhauben getragen. Wie das Futter in einem modernen Motorradhelm sollte die Haube verhindern, dass der Kopf bei einem Aufprall gegen die Helmwand geschleudert wurde.
Helmhauben sind sehr selten erhalten – weltweit gibt es noch etwa ein Dutzend. Die Haube wurde so in den Helm eingebunden, dass der Kopf darin frei schwebend festgehalten wurde. Dieses Stück wurde aus Leinen gefertigt und mit Wolle ausgestopft.
Turniere waren im ausgehenden Mittelalter ein beliebter, aber auch sehr gefährlicher Sport, bei dem es viele Todesfälle gab. So starb König Heinrich II. von Frankreich 1559 nach einem Turnier, bei dem ihm ein Lanzensplitter durch das Auge ins Gehirn gedrungen war.
Diese Helmhaube wurde in einem alten Hühnerstall in Südtirol gefunden. Aufgrund ihres Geruches musste sie über ein Jahr lang professionell dekontaminiert werden, um sie hier ausstellen zu können.

Das Exponat wird in der neuen Dauerausstellung im Neuen Schloss zu sehen sein (Inv. Nr. 0402-2005).

Aktuelles

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