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Objekt des Monats

Fernglas, deutsch um 1870, Inv. Nr. 0110-2016 © Bayerisches Armeemuseum

Zündnadel eines Gewehrs M/41
(Preußen, um 1860)

Zündnadel eines preußischen Gewehrs M/41, Inv.-Nr. E 1368 © Bayerisches Armeemuseum1841 wurde das Zündnadelgewehr in der preußischen Armee eingeführt. Es war die erste von hinten, also nicht von der Mündung her zu ladende Militärwaffe, die zur allgemeinen Einführung gelangte. Das Zündnadelgewehr besaß dadurch eine größere Feuergeschwindigkeit als der historische Vorderlader. Mindestens genauso wichtig war, dass die Schützen ihr Gewehr auch im Knien und Liegen laden konnten, während Vorderladerschützen dazu stehen mussten.
Die Patrone besaß eine Papierumhüllung, die Geschoss, Pulver und die „Zündpille“ umschloss. Diese war im Innern der Patrone am Boden des Geschosses angebracht und enthielt ein Knallpräparat.
Ein zylindrischer, drehbarer und in der Längsrichtung beweglicher Verschluss – „Kammer“ genannt – besorgte das Öffnen und Schließen des rückwärtigen Laufendes. Er wurde mit einem rechts angebrachten Hebel bedient. Sein Herz war die Zündnadel, die dem Gewehr den Namen gab. Sie bestand aus einem Schaft aus Messing, in den vorne die eigentliche stählerne Zündnadel eingelötet war. Die Zündnadel befand sich in der Längsachse der Kammer und stand unter dem Druck einer Spiralfeder, die der Schütze zum Schuss spannen musste. Bei der Betätigung des Abzugs schnellte sie nach vorn, durchstach die Papierhülle der Patrone sowie die darin befindliche Pulverladung und traf auf die Zündpille. Beim Auftreffen der Nadelspitze entstand eine Stichflamme, die das Pulver entzündete und damit das Geschoss in Bewegung setzte.

Diese Zündnadel (E 1368) sowie verschiedene Zündnadelgewehre sind derzeit in der Ausstellung "Nord gegen Süd. Der Deutsche Krieg 1866" im Neuen Schloss zu sehen.

Aktuelles

GeschlossenAm 20. Dezember 2017 müssen alle drei Häuser des Bayerischen Armeemuseums betriebsbedingt bereits um 15.30 Uhr geschlossen werden.

Fünfeckturm Neues Schloss © Bayerisches Armeemuseum, Foto: Gert SchmidbauerDauerausstellung im Neuen Schloss derzeit im Wiederaufbau - stattdessen sehen Sie hier die
Sonderausstellung „Nord gegen Süd“

Stadtidentität Ingolstadt © Foto: Erich ReisingerDonnerstag, 11.01.2018, 19.00 Uhr
Vortrag
Es ist Deine Stadt - Stadtidentität braucht gesellschaftliches Bürgerengagement
bitte beachten Sie, dass der Termin vom 9. auf den 11.01. verschoben werden musste!

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