Objekt des Monats

Visier einer Hundsgugel, Deutsch, Ende 14. Jahrhundert, Inv. Nr. A 6566 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Carlo Paggiarino)

Visier einer Hundsgugel
(Deutsch, 14. Jahrhundert)

Visier einer Hundsgugel, Deutsch, Ende 14. Jahrhundert, Inv. Nr. A 6566 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Carlo Paggiarino)Eine Hundsgugel ist eine spezielle Form eines Helmes. Das Visier erinnert an eine Hundeschnauze. Der aufwändig dekorierte Augenschlitz dieses Visiers gilt als einer der schönsten unter den wenigen erhaltenen Stücken dieser Art. Ursprünglich gehörte er sicher zu einer besonders qualitätvollen Beckenhaube.
Mit Hilfe des Scharniers an der Oberkante wurde das Visier an der Beckenhaube befestigt und konnte nach oben weggeklappt werden. Wie bei vielen anderen Originalstücken finden sich die Luftlöcher nur auf der rechten Seite, da die linke Seite des Ritters im Kampf weit verwundbarer war – sie war viel exponierter.
Dieses bei einer Grabung entdeckte Visier mit seiner dunklen Patina kam durch einen Tausch aus dem Besitz der Wittelsbacher Königsfamilie in das Museum.

Dieses außergwöhnliche Stück wird in der Sonderausstellung „Im Visier des Fotografen. Alte Waffen in neuem Licht“ ab 8. September 2018 im Neuen Schloss zu sehen sein (Inv. Nr. A 6566).

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