Objekt des Monats


Kissen gefertigt aus einer Trompetenfahne Kurfürst Friedrich V. von der Pfalz, vermutlich 1613, Inv.-Nr. A 6161 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Erich Reisinger)

Der Besuch des Museums ist wieder ohne 3G-Auflagen möglich, wir empfehlen jedoch, im Museum weiterhin eine Maske zu tragen.
Im Reduit Tilly besteht aufgrund der räumlichen Enge des Gebäudes
weiterhin die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske.

Das Reduit Tilly und der Turm Triva sind am 3.9.2022 leider geschlossen, das Neue Schloss öffnet von 18.00 bis 0:00 Uhr.
Alle drei Häuser des Bayerischen Armeemuseums öffnen am 4. September erst um 12 Uhr.

An den folgenden Tagen ändern sich wegen der Veranstaltung "Mut zum Hut" die Öffnungszeiten des Neuen Schlosses folgendermaßen:
22.09.2022: Ganztägig geschlossen
23.09.2022: 17:00 Uhr bis 22:00 Uhr
24.09.2022: 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr
25.09.2022: 10:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Interims-Attila für einen Offizier des preußischen 1. Leibhusaren-Regiments
(getragen von Generalfeldmarschall August von Mackensen, um 1935)

Interims-Attila für einen Offizier des preußischen 1. Leibhusaren-Regiments, getragen von Generalfeldmarschall August von Mackensen, Inv.-Nr. 0113-2022 © Bayerisches ArmeemuseumAugust von Mackensen (6.12.1849 - 8.11.1945) entstammte einer bürgerlichen Familie und machte in der preußischen Armee eine steile Karriere. Im Ersten Weltkrieg war er einer der erfolgreichsten Heerführer an der Ostfront; 1915 wurde er nach der Rückeroberung von Lemberg (Lwiv) zum Generalfeldmarschall befördert.
In der Zeit nach dem Krieg war er neben Paul von Hindenburg der sicherlich populärste Vertreter der untergegangenen Monarchie im Deutschen Reich. Sein Verhältnis zum NS-Regime war zwiespältig, doch trug er durch sein Auftreten zu dessen Akzeptanz in konservativen Kreisen bei. Mackensen verkörperte die Tradition der preußischen Armee wie kein anderer, nicht zuletzt durch sein Erscheinungsbild: Noch bis ins höchste Alter trug er bei öffentlichen Auftritten weiterhin die Uniform des von ihm bis 1911 geführten preußischen 1. Leibhusaren-Regiments.
Der Attila, eine verschnürte Jacke, war in Preußen seit 1853 das Hauptbekleidungsstück der seit jeher im ungarischen Stil uniformierten Husaren. Um den für Offiziere mit Kettschnüren aus Metallgespinst überreich verzierten Attila zu schonen, wurde eine schlichtere Version mit einer silbernen, mit schwarzer Seide durchzogenen Kantschnur eingeführt. Der Interims-Attila aus dem Besitz August von Mackensens zeigt an dem erhaltenen Schulterstück die gekreuzten Marschallstäbe des Generalfeldmarschalls, ergänzt durch den Namenszug des Königs von Preußen „W(ilhelm) R(ex)“, der darauf hinweist, dass Mackensen seit 1903 auch die Stellung eines General-Adjutanten Wilhelms II. innehatte.
Die Uniform des Leibhusaren-Regiments war vollkommen schwarz mit weißer bzw. silberner Verschnürung. Es setzte damit die Tradition des 1741 unter Friedrich II. in Ostpreußen errichteten Husaren-Regiments Nr. 5 fort. Zur Uniform gehörte seitdem auch ein Totenkopf, der an der Mütze getragen wurde.
Dieser Interims-Attila stammt neben weiteren Uniformteilen aus dem Nachlass Mackensens zu einer bedeutenden Schenkung militärhistorisch bedeutsamer Objekte, die dem Bayerischen Armeemuseum von der Ost- und Westpreußen-Stiftung in Bayern e.V. übergeben wurde.
Foto Generalfeldmarschall von Mackensen im Interims-Attila, dazu die Offiziersmütze mit dem Totenkopfemblem des Regiments, um 1935 entstanden, Inv.-Nr. N 3327.3 © Bayerisches ArmeemuseumDas Foto (Inv.-Nr. N 3327.3) aus dem Besitz des Armeemuseums zeigt Mackensen in dem Interims-Attila, dazu die Offiziersmütze mit dem Totenkopfemblem des Regiments. Es dürfte ungefähr um 1935 entstanden sein (Inv.-Nr. 0113-2022).