Formen des Krieges 1600-1815
Das Zelt des Großwesirs
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Friedensbeginn? Bayern 1918-1923


Objekt des Monats


Collane mit Ordenskreuz vom Haus-Ritterorden vom heiligen Hubertus, 1708 bis 1812), Inv. Nr. N 1329 © Bayerisches Armeemuseum

Derzeit gilt für den Eintritt ins Museum die 3G-Regel
Nähere Informationen finden Sie hier.

Wegen einer Katastrophenschutzübung kann es am 23. Oktober 2021 im Umfeld
unserer Häuser zu Behinderungen bei der Zufahrt kommen. Die Museen können jedoch normal besucht werden!

Ein Foto der Türkenfahne der Münchner Frauenkirche
(Aufnahme vermutlich aus dem Jahr 1932)

Fotografie der so genannten Türkenfahne Max Emanuels (ehemals Frauenkirche München), Inv.-Nr. N 3296, © Bayerisches ArmeemuseumDie sogenannte Türkenfahne der Münchner Frauenkirche, angeblich ein Beutestück des Kurfürsten Max Emanuel von der Erstürmung Belgrads 1683, ist seit dem Zweiten Weltkrieg verschollen. Bei Inventarisierungsarbeiten unverzeichneter Fotobestände Archiv des Bayerischen Armeemuseums wurde nun eine Fotografie dieser Fahne „wiederentdeckt“.
Sie zeigt die 3,60 m lange und 2,20 m breite Fahne voll ausgebreitet, an einem Holzstab vor einer weißen Wand hängend. Wo das Foto entstand, ist unbekannt. Aus historischen Berichten ist bekannt, dass die Fahne von grüner Seide war und die kalligraphisch gestalteten Inschriften mit vergoldeten Silberfäden aufgestickt waren. Die Fahnenspitze fehlt; an ihrer Stelle ist angespitztes Holz zu sehen. Die Fotografie ist eine kleine Sensation, denn bisher ging man davon aus, dass es bis auf eine Lithographie aus dem 19. Jahrhunderts keine Abbildung der Fahne gäbe.
Umso interessanter wird die Fotografie, als dass ihre Entstehungsumstände rekonstruiert werden können. 1932 wurde die Fahne zu Restaurierungszwecken aus der Sakristei der Münchner Frauenkirche in das Bayerische Armeemuseum – damals noch am Münchner Hofgarten – überführt. Sehr wahrscheinlich wurde sie im Herbst 1932 anlässlich der Ausstellung „250 Jahre 2. Infanterieregiment «Kronprinz»“ im Armeemuseum gezeigt. Dieses Regiment wurde von Kurfürst Max Emanuel 1682 gegründet und kämpften in den Türkenkriegen – die Türkenfahne war eines ihrer Beutestücke. Das Foto entstand wohl im Kontext der Münchner Ausstellung 1932 und zeigt den Zustand der Fahne während oder nach der Restauration
Somit stellt die Fotografie im Fotoarchiv des Bayerischen Armeemuseums ein wichtiges Dokument dar, das zumindest ein Objekt der verlorenen Türkenbeute Max Emanuels – im wahrsten Sinne des Wortes – ins Bild setzt (Inv.-Nr. N 3296).