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Objekt des Monats

Infanterietrommel, Bayern um 1800, Inv. Nr. B 166 © Bayerisches Armeemuseum

Führungsangebote für Gruppen

Ein Rundgang durch das Neue Schloss

Die Führung gibt einen Überblick über die Dauerausstellung des Museums im Neuen Schloss, die Objekte des 15. bis 19. Jahrhunderts zeigt. Dabei werden die teilweise einzigartigen Sammlungen ebenso zur Attraktion wie das Gebäude selbst, dessen Grundstein 1418 gelegt wurde. Die Bandbreite der Bestände erstreckt sich vom späten Mittelalter mit seinen prächten Ritterrüstungen, Schwertern und Schilden über den Dreißigjährigen Krieg (1618 bis 1648) mit den berühmten Pappenheimer Harnischen und die kostbare Beute aus den Türkenkriegen des 17. und 18. Jahrhunderts bis zur Königlich Bayerischen Armee des 19. Jahrhunderts mit ihren farbenprächtigen Uniformen und Fahnen. Auch die große Zinnfigurensammlung in einem Turm des Schlosses wird bei dieser Führung gezeigt.
Die Dauerausstellung entfaltet in den prachtvollen gotischen Räumen des Neuen Schlosses eine besondere Atmosphäre. Bei diesem Rundgang findet jeder Besucher sein Lieblingsobjekt oder seinen Lieblingsraum.

Treffpunkt: Museumskasse im Neuen Schloss
Dauer: ca. 2 Stunden
max. 25 Teilnehmer pro Führung
Preis: 45 € pro Gruppe

Buchung unter Tel.: 0841-9377-0

Handmörser um 1600 © Bayerisches Armeemuseum

 


 

Der Dreißigjährige Krieg

Von 1618 bis 1648 tobte einer der schlimmsten und längsten Kriege auf europäischem Boden. Ausgehend von einem Aufstand in Böhmen dehnte er sich schließlich von der Ostsee bis nach Italien und von Frankreich bis nach Böhmen aus. Die Kriegsgräuel waren unvorstellbar und bewegten die Menschen über Jahrhunderte. Wer kennt nicht das Kinderlied "Maikäfer flieg", das über 350 Jahre nach dem Krieg immer noch in vielen Kinderzimmern diese Schrecken besingt? Es stammt aus dieser Zeit, als fast ganz Deutschland vom Krieg verwüstet war und nahezu jeder Landstrich unter den marodierenden Soldaten zu leiden hatte. Die umfangreichen Bestände des Armeemuseums zum Dreißigjährigen Krieg zeigen Waffen, Rüstungen und Gemälde dieser Epoche, deren Brutalität über Jahrhunderte als unvorstellbar wahrgenommen wurde.

Treffpunkt: Museumskasse im Neuen Schloss
Dauer: ca. 1,5 Stunden
max. 25 Teilnehmer pro Führung
Preis: 45 € pro Gruppe

Buchung unter Tel.: 0841-9377-0

Reiterharnische des 17. Jahrhunderts (so genannte Pappenheimer) © Bayerisches Armeemuseum

 


 

Der Erste Weltkrieg

Der Erste Weltkrieg ist eine Zäsur in der Geschichte Europas und weit darüber hinaus. Die Vernichtungskraft der Armeen erreichte eine bis dahin unvorstellbare Dimension und erschütterte die Grundfesten der Alten Welt. Die Führung durch die Abteilung Erster Weltkrieg gibt einen Überblick über Ursachen und Verlauf dieser "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" und veranschaulicht anhand ausgewählter Exponate den zermürbenden "Alltag" an der Front sowie das Leiden der Bevölkerung in der Heimat. Die abwechslungsreiche Ausstellung zeigt die vielen Facetten dieses Konfliktes, der Millionen von Menschenleben forderte.

Treffpunkt: Museumskasse im Reduit Tilly
Dauer: ca. 2 Stunden
max. 25 Teilnehmer pro Führung
Preis: 45 € pro Gruppe

Buchung unter Tel.: 0841-9377-0

Rekonstruktion eines Schützengrabens im Museum des Ersten Weltkriegs © Bayerisches Armeemuseum

 

 


Exkursion zum Fort Prinz Karl

Das Fort Prinz Karl wurde 1877-1881 erbaut. Es gehörte zur letzten Ausbaustufe der 1828 gegründeten Bayerischen Landesfestung Ingolstadt. Zwar wurde die Festung nie unmittelbar angegriffen, aber das Bauwerk diente doch sehr unterschiedlichen Nutzungen. So wurde es während des Ersten Weltkriegs Kriegsgefangenenlager für so berühmte Gefangene wie den späteren sowjetischen Marschall Michail Tuchatschewski oder den französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle.
Aber auch in späteren Jahren war das Fort Gefängnis und Lager: von November 1918 bis Juli 1919 brachte man hier als politische Häftlinge die Teilnehmer am Spartakusaufstand unter. Und von 1920–24 warteten im so genannten Ausländersammellager Fort Prinz Karl viele unerwünschte Personen, überwiegend Ausländer (u.a. so genannte „Ostjuden“), auf ihre Ausweisung aus Bayern.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde hier Munition abgefüllt und sowohl die US Armee (1945/46) als auch die Bundeswehr (1957–1971) nutzten den ehemaligen Festungsbau als Munitionslager.
Eine reguläre Nutzung dieses Gebäudekomplexes ist schwer möglich. Die Räume sind feucht, dunkel und kaum zu heizen. Seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs befindet sich der Kampfmittelräumdienst in Teilen des Forts, der Rest steht weitgehend leer.
Durch umfangreiche Verkehrssicherungsmaßnahmen in den vergangenen Jahren und die Kooperation zwischen der Immobilien Freistaat Bayern und dem Bayerischen Armeemuseum wurde nun die Möglichkeit geschaffen, in diesem hochspannenden Gebäude Führungen anzubieten.

Luftbild des Fort Prinz Karl (Haupteingang) © Foto: Maximilian Schuster
Individuelle Führungen und Gruppenführungen werden angeboten

Genauere Informationen finden Sie hier.

Aktuelles

Fünfeckturm Neues Schloss © Bayerisches Armeemuseum, Foto: Gert SchmidbauerDauerausstellung im Neuen Schloss derzeit im Wiederaufbau - stattdessen sehen Sie hier die
Sonderausstellung „Nord gegen Süd“

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