Objekt des Monats

Fotoserie, Schwerer Kreuzer „Admiral Hipper“ im Gefecht mit dem britischen Zerstörer „Glowworm“, 8. April 1940; Inv.-Nr. 0105-2020 © Bayerisches ArmeemuseumFotoserie, Schwerer Kreuzer „Admiral Hipper“ im Gefecht mit dem britischen Zerstörer „Glowworm“, 8. April 1940; Inv.-Nr. 0105-2020 © Bayerisches Armeemuseum

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Innenseite des Zeltes des Großwesirs Sarı Süleyman Pascha, Inv.-Nr. A 1854 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Carlo Paggiarino / Hans Prunner Editore)


Neuer Museumsraum

Zelt des Großwesirs Sarı Süleyman Pascha, Inv.-Nr. A 1854 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Erich Reisinger)Das Zelt des Großwesirs

Ein weiterer Abschnitt der neuen Museumspräsentation! Ein kleiner Teil der Ausstellung zur Frühen Neuzeit, aber mit großem Inhalt: In einem ganz neu gestalteten Turmraum des Schlosses kann das Zelt des Großwesirs Sarı Süleyman Paşa wieder bewundert werden.
Es zeugt von der hohen Kunst der Zeltmacher in Istanbul und von den langen und immer wieder aufflammenden Kriegen der europäischen Mächte mit dem Osmanischen Reich.
Der Raum erzählt die wechselvolle Geschichte des Zeltes. Sie beginnt für uns im Jahr 1687 mit seiner Eroberung durch die Truppen Max Emanuels in der Schlacht bei Mohács in Ungarn. Schon kurz danach hat der Sieger das Zelt auf Festen in München aufstellen lassen. Auch das bayerische Heer nutzte es immer wieder. Und schließlich war es von Anfang an und in wechselnden Präsentationen das Prunkstück des Bayerischen Armeemuseums.

 

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Dauerausstellungen im Neuen Schloss

Inszenierung "Die Schlacht in der Frühen Neuzeit" in der Dauerausstellung "Formen des Krieges 1600-1815" © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Gert Schmidbauer)Neue Dauerausstellung seit 2019

Formen des Krieges
1600-1815

Der erste Abschnitt der neuen Dauerausstellung des Bayerischen Armeemuseums zeigt die Formen des Krieges in der Zeit von etwa 1600 bis 1815. Sie ist im Neuen Schloss in Ingolstadt zu sehen, einem stattlichen Bau der Gotik, der im 15. Jahrhundert für die bayerischen Herzöge errichtet wurde.

 

Die Schlacht

Schlacht von Höchstädt, Öl auf Leinwand, Jan van Huchtenburgh, kurz nach 1704, Inv. Nr. 0496-1971 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Gert Schmidbauer)Im Zentrum des Krieges standen die großen Schlachten. Im Obergeschoss, im ehemaligen Tanzsaal des Schlosses, werden sie dargestellt. Die gegnerischen Truppen trafen auf offenem Feld aufeinander. In wenigen Stunden wurden oft Tausende von Soldaten getötet und verwundet. Die Entfernungen, auf welche die Geschosse der Gewehre und Kanonen treffen konnten, waren gering. Die Kämpfer standen sich Auge in Auge gegenüber. Es kam immer wieder zum Nahkampf mit Hieb- und Stichwaffen. Besonders furchterregend war die Reiterei. Aber die Feuerwaffen wurden immer zahlreicher und wirkungsvoller. Die Taktik musste sich daran anpassen. Die strenge Disziplin, mit der die Soldaten zu Fuß in die Schlacht marschierten, ist heute kaum mehr vorstellbar.
Die Ausstellung zeigt die Waffen und Ausrüstungen der Krieger, der Kampf wird sehr anschaulich. Aber sie zeigt auch Verwundung und Not. Die Knochen, die in einem Massengrab aus der Schlacht von Alerheim (1645) gefunden wurden, geben konkretes Zeugnis von Leben, Leid und Tod der Soldaten.

 

Belagerungen

18-pfündiger Mörser, gegossen von Johann Conrad Roth in Forchheim, 1687, Inv. Nr. C 14 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Gert Schmidbauer)Festungen spielten in fast allen europäischen Kriegen dieser Zeit eine bestimmende Rolle. Tatsächlich gab es deutlich mehr Belagerungen als große Schlachten. Befestigte Städte waren die am härtesten umkämpften Orte. Gegen die immer aufwendigere Befestigungsweise mit Bastionen, Wällen und Gräben entwickelte sich seit etwa 1670 eine systematische Angriffstechnik mit Laufgräben und Geschützbatterien. Die Vorbereitung und der Verlauf einer Belagerung waren bestimmt von einer gewaltigen Mobilisierung von Menschen und Material.
Im Zentrum des Raumes steht das einzigartige Planungsmodell der Festung Ingolstadt (um 1570). Mit dem Festungswesen beschäftigten sich die bedeutendsten Architekten der Zeit. All die Pläne und kunstvollen Zeichnungen dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, wie grausam und zerstörerisch auch der Festungskrieg war. Objekte aus einer großen Ausgrabung vom Gelände gleich nördlich des Neuen Schlosses lenken den Blick besonders auf die schwere Arbeit der Festungsarbeiter. Eine originale Schubkarre aus dem Jahr 1537 steht dem Festungsmodell gegenüber.

 

Der Kleine Krieg

Die Schrecken des Krieges, Jacques Callot, Les misères et les malheurs de la guerre, Inv. Nr. 0003-2014.17 © Bayerisches ArmeemuseumDer Alltag des Krieges bestand aber nicht nur aus den großen Schlachten und Belagerungen. Viel belastender waren oft die Märsche und Feldlager. Hinzu kam die Ausbeutung des Landes, die den Krieg erst möglich machte. Die Truppen waren ständig unterwegs, um sich selbst zu ernähren oder dem Gegner die Versorgung zu erschweren. Die Zeitgenossen nannten dies den „Kleinen Krieg“. Unter ihm litt die Zivilbevölkerung am meisten. Sie wurde
beraubt und terrorisiert. Ob die Truppen der feindlichen Macht angehörten oder dem eigenen Landesherren, machte dabei oft kaum einen Unterschied. Sehr häufig begaben sich in Kriegszeiten bewaffnete Banden auch selbständig auf Beutezug. Im Zentrum des Raumes stehen zwei Helme von Soldaten, die beim Plündern erschlagen wurden.

 

Die Kuratoren der Ausstellung sind Dr. Tobias Schönauer (Mittelalter bis 1650) und Daniel Hohrath, M.A. (1650-1815).

 

Katalog

2019 cover formen des KriegesHier können Sie den umfangreicher Katalog kostenlos als PDF herunterladen (ca. 12 MB).
Er enthält alle Objekten der Ausstellungsbereiche "Die Schlacht", "Belagerungen" und "Der Kleine Krieg".

Im Buchhandel und im Shop des Museums ist er zum Preis von 15 € erhältlich.

Formen des Krieges 1600-1815
(Kataloge des Bayerischen Armeemuseums 19)
Tobias Schönauer und Daniel Hohrath
Ingolstadt 2019, 248 Seiten zahlreiche Abbildungen, fadengehefteter Festeinband
ISBN 978-3-96049-067-8

Eine englischsprachige Version des Katalogs ist im September 2020 erschienen.
Sie kann hier heruntergeladen werden (ca. 12 MB).
(ISBN 978-3-96049-079-1)

Inszenierung "Die Schlacht in der Frühen Neuzeit" in der Dauerausstellung "Formen des Krieges 1600-1815" © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Gert Schmidbauer)Neue Dauerausstellung seit 2019

Formen des Krieges
1600-1815

Der erste Abschnitt der neuen Dauerausstellung des Bayerischen Armeemuseums zeigt die Formen des Krieges in der Zeit von etwa 1600 bis 1815. Sie ist im Neuen Schloss in Ingolstadt zu sehen, einem stattlichen Bau der Gotik, der im 15. Jahrhundert für die bayerischen Herzöge errichtet wurde.

 

Die Schlacht

Schlacht von Höchstädt, Öl auf Leinwand, Jan van Huchtenburgh, kurz nach 1704, Inv. Nr. 0496-1971 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Gert Schmidbauer)Im Zentrum des Krieges standen die großen Schlachten. Im Obergeschoss, im ehemaligen Tanzsaal des Schlosses, werden sie dargestellt. Die gegnerischen Truppen trafen auf offenem Feld aufeinander. In wenigen Stunden wurden oft Tausende von Soldaten getötet und verwundet. Die Entfernungen, auf welche die Geschosse der Gewehre und Kanonen treffen konnten, waren gering. Die Kämpfer standen sich Auge in Auge gegenüber. Es kam immer wieder zum Nahkampf mit Hieb- und Stichwaffen. Besonders furchterregend war die Reiterei. Aber die Feuer-waffen wurden immer zahlreicher und wirkungs-voller. Die Taktik musste sich daran anpassen. Die strenge Disziplin, mit der die Soldaten zu Fuß in die Schlacht marschierten, ist heute kaum mehr vorstellbar.
Die Ausstellung zeigt die Waffen und Ausrüstungen der Krieger, der Kampf wird sehr anschaulich. Aber sie zeigt auch Verwundung und Not. Die Knochen, die in einem Massengrab aus der Schlacht von Alerheim (1645) gefunden wurden, geben konkretes Zeugnis von Leben, Leid und Tod der Soldaten.

 

Belagerungen

18-pfündiger Mörser, gegossen von Johann Conrad Roth in Forchheim, 1687, Inv. Nr. C 14 © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Gert Schmidbauer)Festungen spielten in fast allen europäischen Kriegen dieser Zeit eine bestimmende Rolle. Tatsächlich gab es deutlich mehr Belagerungen als große Schlachten. Befestigte Städte waren die am härtesten umkämpften Orte. Gegen die immer aufwendigere Befestigungsweise mit Bastionen, Wällen und Gräben entwickelte sich seit etwa 1670 eine systematische Angriffstechnik mit Laufgräben und Geschützbatterien. Die Vorbereitung und der Verlauf einer Belagerung waren bestimmt von einer gewaltigen Mobilisierung von Menschen und Material.
Im Zentrum des Raumes steht das einzigartige Planungsmodell der Festung Ingolstadt (um 1570). Mit dem Festungswesen beschäftigten sich die bedeutendsten Architekten der Zeit. All die Pläne und kunstvollen Zeichnungen dürfen aber nicht darüber hinwegtäuschen, wie grausam und zerstörerisch auch der Festungskrieg war. Objekte aus einer großen Ausgrabung vom Gelände gleich nördlich des Neuen Schlosses lenken den Blick besonders auf die schwere Arbeit der Festungsarbeiter. Eine originale Schubkarre aus dem Jahr 1537 steht dem Festungsmodell gegenüber.

 

Der Kleine Krieg

Die Schrecken des Krieges, Jacques Callot, Les misères et les malheurs de la guerre, Inv. Nr. 0003-2014.17 © Bayerisches ArmeemuseumDer Alltag des Krieges bestand aber nicht nur aus den großen Schlachten und Belagerungen. Viel belastender waren oft die Märsche und Feldlager. Hinzu kam die Ausbeutung des Landes, die den Krieg erst möglich machte. Die Truppen waren ständig unterwegs, um sich selbst zu ernähren oder dem Gegner die Versorgung zu erschweren. Die Zeitgenossen nannten dies den „Kleinen Krieg“. Unter ihm litt die Zivilbevölkerung am meisten. Sie wurde
beraubt und terrorisiert. Ob die Truppen der feindlichen Macht angehörten oder dem eigenen Landesherren, machte dabei oft kaum einen Unterschied. Sehr häufig begaben sich in Kriegszeiten bewaffnete Banden auch selbständig auf Beutezug. Im Zentrum des Raumes stehen zwei Helme von Soldaten, die beim Plündern erschlagen wurden.

 

Die Kuratoren der Ausstellung sind Dr. Tobias Schönauer (Mittelalter bis 1650) und Daniel Hohrath, M.A. (1650-1815).

 

Katalog

2019 cover formen des KriegesHier können Sie den umfangreicher Katalog kostenlos als PDF herunterladen (ca. 12 MB).
Er enthält alle Objekten der Ausstellungsbereiche "Die Schlacht", "Belagerungen" und "Der Kleine Krieg".

Im Buchhandel und im Shop des Museums ist er zum Preis von 15 € erhältlich.

Formen des Krieges 1600-1815
(Kataloge des Bayerischen Armeemuseums 19)
Tobias Schönauer und Daniel Hohrath
Ingolstadt 2019, 248 Seiten zahlreiche Abbildungen, fadengehefteter Festeinband
ISBN 978-3-96049-067-8

Eine englischsprachige Version des Katalogs ist im September 2020 erschienen.
Sie kann hier heruntergeladen werden (ca. 12 MB).
(ISBN 978-3-96049-079-1)

Neue Dauerausstellung seit 2019

Schatzkammer

Blick in die Schatzkammer © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Luise Wagener)

Auch im Armeemuseum gibt es Schätze. Für sie wurde in einem Turmraum sogar eine eigene Schatzkammer eingerichtet. Hier sind aber nicht Beutestücke zu sehen, sondern Dinge, die aufgrund ihrer Seltenheit ganz besonders wertvoll sind. Eine Pirschbüchse diente dem Pfalzgrafen Ottheinrich bei der Jagd. Das einzigartige Gewand eines europäischen Soldaten, gefunden in Peru, aus dem 16. Jahrhundert ist ein Zeugnis der frühen, gewaltsamen Expansion Europas nach Amerika.
In der Mitte steht aber die so genannte Passauer Rüstung aus der Zeit um 1350 – ein Vorläufer der späteren eisernen Harnische, wie sie dann von den europäischen Rittern getragen wurden.

 

 

Arsenal und Museum

Blick in die Dürnitz © Bayerisches Armeemuseum (Foto: Erich Reisinger)Woher kommt das Museum? Im ersten Saal, der Dürnitz des Schlosses, ist eine große Zahl alter Waffen aufgestellt. So wird sichtbar, dass der älteste Teil der Sammlung des Museums auf die alten Zeughäuser in Bayern zurückgeht. Jahrhundertelang wurden hier nicht nur Waffen für den Gebrauch, sondern auch wertvolle Erinnerungsstücke aufbewahrt. Heute ist es wichtig, die Geschichte des Museums zu erzählen. Es wurde 1879 in München gegründet, um die Zeugnisse der bayerischen Vergangenheit dem Publikum zu zeigen. Damals tat man das voller Stolz über die militärischen Leistungen der Vergangenheit, vor allem den Krieg gegen Frankreich in den Jahren 1870/71. Aber man begann auch, die Dinge genauer zu erforschen und trat in Kontakt zu vielen anderen Museen der Welt.
Das Museum wurde 1945 schwer beschädigt, 1972 zog es nach Ingolstadt um. Die Stücke der Sammlung sind heute nicht mehr Trophäen, sondern Zeugnisse einer wechselvollen und von Krieg und Gewalt geprägten Geschichte.

 

Katalog

Plattenrock, Buckler und Conquistador. Aus der Schatzkammer des Bayerischen ArmeemuseumsEin ausführlicher Katalog zu den Objekten dieses Raumes ist in Vorbereitung und wird Anfang Juli 2021 erscheinen.

Plattenrock, Buckler und Conquistador
Aus der Schatzkammer des Bayerischen Armeemuseums

(Kataloge des Bayerischen Armeemuseums 20)
Hg. von Tobias Schönauer und Ansgar Reiß
Ingolstadt 2021, ca. 250 Seiten zahlreiche Abbildungen, fadengehefteter Festeinband

Eine englischsprachige Version des Katalogs wird ebenfalls erscheinen (voraussichtlich noch 2021).

 

<a title="Flyer Bayerisches Armeemuseum Reduit Tilly" href="images/pdf/flyer_tilly_web.pdf" target="_blank"><img style="margin: 0px auto; border: 1px solid #000000; display: block;" title="Flyer Reduit Tilly © Bayerisches Armeemuseum" src="images/pdf/flyer_tilly_titel.jpg" alt="Flyer Reduit Tilly © Bayerisches Armeemuseum" width="100" height="264" /></a><br /><br /><br />
Flyer "Das Zelt des Großwesirs"

Flyer Reduit Tilly © Bayerisches Armeemuseum


Flyer Bayerisches Polizeimuseum 2016 © Bayerisches Armeemuseum

Aktuelles

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im Eingangsbereich des Neuen Schlosses

Plattenrock, Buckler und Conquistador  Aus der Schatzkammer des Bayerischen ArmeemuseumsNeuer Katalog
Publikation zur Schatzkammer
erscheint im Juli 2021

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