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Objekt des Monats

Kommandeurkreuz des Militär-Max-Joseph-Ordens; Inv. Nr. N 3211 © Bayerisches Armeemuseum

Fahnensammlung

Regimentsfahne 1890. Diese Fahnen blieben seit 1841 weitgehend unverändert in Gebrauch, lediglich das Monogramm des Herrschers änderte sich. Hier die Krone für die Regentschaft des Prinzregenten Luitpold. Die Fahnenspitze bildete ein plastischer, aus Bronze gegossener Löwe. © Bayerisches ArmeemuseumDie Sammlung an Fahnen und Standarten im Bayerischen Armeemuseum umfasst mehrere hundert Exemplare und gehört zu den größten Fahnensammlungen in Deutschland. Besondere Bedeutung hat diese Sammlung nicht nur wegen ihres Umfangs, sondern vielmehr durch ihre historische Dimension, was im Alter und der geschlossenen Überlieferung der Feldzeichen begründet ist. Im Wesentlichen entstand die Sammlung im späten 19. Jahrhundert, als die Fahnen aus verschiedenen bayerischen Zeughäusern dem Armeemuseum übergeben wurden. Trotz erheblicher Verluste des Museums im Zweiten Weltkrieg konnte dieser Sammlungsteil weitgehend unbeschadet bis heute überliefert werden. Die wichtigsten Objekte des Kernbestandes aus dem 17. – 19. Jahrhundert werden ständig in der Dauerausstellung präsentiert.

Das älteste Feldzeichen ist die Fahne der Bürgerwehr der Stadt Ingolstadt. Diese war 1546 aufgestellt worden, als die Stadt durch die Truppen des Schmalkaldischen Bundes bedroht wurde. Während sich aus dem Dreißigjährigen Krieg kaum Fahnen erhalten haben, setzt eine dichtere Überlieferung mit dem Beginn des 18. Jahrhunderts ein. Seitdem wurden die militärischen Fahnen und Standarten einheitlich geregelt. Ihre Entwicklung unter den bayerischen Herrschern lässt sich an zahlreichen Beispielen verfolgen, bis sie 1841 eine letzte große Änderung erfuhren. Von diesem letzten Fahnenmuster, das bis 1918 geführt wurde, sind sogar alle Feldzeichen der königlich bayerischen Armee erhalten geblieben. Sie sind heute im sogenannten Fahnensaal im 2. OG des Neuen Schlosses ausgestellt, der hierdurch eine besondere Bedeutung erhält. Hier sind die Fahnen aller Regimenter der Königlich Bayerischen Armee bis 1918 im Original ausgestellt, insgesamt über 150 Feldzeichen.

Neben diesen Fahnen, die von der bayerischen Armee stammten, haben sich im Bayerischen Armeemuseum auch zahlreiche Fahnen erhalten, die als Beutestücke aus den napoleonischen Kriegen oder dem Ersten Weltkrieg nach Bayern gekommen sind. Auch diese werden in der Dauerausstellung präsentiert. Darüber hinaus befindet sich in den Magazinen des Bayerischen Armeemuseums noch eine beachtliche Anzahl von Fahnen aus dem 20. Jahrhundert. Hierzu zählen besonders Fahnen von Krieger- und Veteranenvereinen, die die Tradition der aufgelösten bayerischen Armee nach 1918 aufrecht erhielten, aber auch Fahnen politischer Organisationen, Marineflaggen oder militärische Fahnen bis zum Ende des 20. Jahrhunderts, die diesen umfangreichen Sammlungsbestand abrunden.

Einen ausführlichen Artikel über die Fahnensammlung des Bayerischen Armeemuseums ist von Jürgen Kraus in der Zeitschrift „Der Flaggenkurier“ (29/2009) erschienen.
Er kann hier als PDF Datei heruntergeladen werden:

Textteil (650 KB)
Farbtafeln (10,9 MB)

 

  • Bürgerwehr IngolstadtBürgerwehr Ingolstadt
  • RekonstruktionRekonstruktion
  • FußknechtsfahneFußknechtsfahne
  • Standarte um 1734Standarte um 1734
  • Leibfahne 1777Leibfahne 1777
  • Regimentsfahne 1841Regimentsfahne 1841
  • Markgrafschaft Ansbach (vor 1792)Markgrafschaft Ansbach (vor 1792)
  • Kriegerverein 1901Kriegerverein 1901

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