Eröffnung der neuen Dauerausstellung

Formen des Krieges 1600-1815

3.6.2019, Neues Schloss

Die Ausstellungsmacher vor der Inszenierung. V.l.n.r.: Daniel Hohrath, M.A. (Kurator der Ausstellung 1650-1815), Dr. Ansgar Reiß (Museumsdirektor), Wilhelm Knies (Holzbildhauer) und Dr. Tobias Schönauer (Kurator der Ausstellung Mittelalter bis 1650) © Bayerisches ArmeemuseumBernd Sibler, Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, eröffnete in einem feierlichen Akt den ersten Abschnitt der neuen Dauerausstellung. Sie trägt den Titel „Formen des Krieges 1600-1815“.

Das Ambiente und das Wetter hätten nicht besser sein können: bei strahlendem Sonnenschein im Durchgang des seit Herbst wieder geöffneten Feldkirchner Tores fanden sich an die 200 Besucher ein, um der Eröffnung der neuen Dauerausstellung beizuwohnen. Nach einer Einführung durch Museumsdirektor Dr. Ansgar Reiß und einem Grußwort von Staatsminister Siebler, hielt Prof. Dr. Marian Füssel (Göttingen) einen interessanten Vortrag zum Thema „Kriegstheater: Formen militärischer Gewalt in der Frühen Neuzeit“. Anschließend bekamen die Besucher die Möglichkeit die neuen Ausstellungsräume zu besichtigen.

Museumsdirektor Dr. Ansgar Reiß und Staatsminister Bernd Sibler beim Rundgang durch die neue Dauerausstellung © Bayerisches ArmeemuseumSie tragen die Titel „Arsenal und Museum“, „Schatzkammer“, „Die Schlacht“, „Die Belagerung“ sowie „Der «Kleine Krieg»“. Sie geben einen abwechslungsreichen Einblick in die umfangreichen Sammlungen des Museums. Außergewöhnliche Objekte wie die Kleidung eines Conquistadoren aus Peru finden sich hier ebenso wie einfache Waffen und Ausrüstungsgegenstände. Ein Planungsmodell der Festung Ingolstadt (1566) steht neben der ältesten Schubkarre Europas (1537), gefunden bei Ausgrabungen neben dem Neuen Schloss.

Vollbesetzt war der Durchgang des Feldkirchner Tore bei der Eröffnung © Bayerisches ArmeemuseumBeeindruckt zeigten sich die Besucher von der Inszenierung „Die Schlacht“, die eine Szene aus dem Dreißigjährigen Krieg nachstellt. Demgegenüber stehen jedoch die Funde aus einem Massengrab aus der Schlacht von Alerheim (1645). Sie zeugen von Leid und Tod der Männer, die hier kämpften und starben.