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Objekt des Monats

Kommandeurkreuz des Militär-Max-Joseph-Ordens; Inv. Nr. N 3211 © Bayerisches Armeemuseum

Werbefigur Kurfürst Karl Albrecht
(Bayern, um 1740)

Werbefigur "Kurfürst Karl Albrecht" um 1740 © Bayerisches Armeemuseum

Solche Holzscheiben, die Menschen in Lebensgröße zeigten, hatten die Funktion von Werbeplakaten. Sie kamen bei der Anwerbung von Söldnern zum Einsatz.
Seit dem frühen 17. Jh. versuchten die bayerischen Herzöge bzw. Kurfürsten immer wieder, ihre Untertanen zum Militärdienst heranzuziehen Diese Anstrengungen blieben allerdings ohne dauerhaften Erfolg. Die mobilen, also feldzugstauglichen Truppen ergänzten sich weiterhin durch Werbung und mussten entsprechend bezahlt werden.
Träger der Werbung waren die Regimenter. Bis zum Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) waren sie nicht nur taktische Einheiten, sondern auch wirtschaftlich selbständige Militärunternehmen, die allerdings nur für die Dauer eines Krieges oder Feldzugs bestanden und danach wieder aufgelöst wurden.
Seit dem ausgehenden 17. Jh. begannen die größeren Staaten Europas, hierin dem französischen Beispiel folgend, Truppen nicht nur im Kriegsfall aufzubieten, sondern schon im Frieden zu unterhalten. Damit verbunden waren eine weitgehende Verstaatlichung des Militärwesens und die einheitliche Bekleidung der Truppen, also ihre Uniformierung. Die Heereseinteilung in Regimenter bestand weiter.
Diese Werbefigur stammt aus der Mitte des 18. Jh.s und zeigt den bayerischen Kurfürst Karl Albrecht. Er war von 1742 bis 1745 als Karl VII. auch Kaiser des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation. Üblicherweise stellte man daneben Tafeln mit Figuren von Soldaten in der Bekleidung des werbenden Truppenteils.

Diese und zwei weitere Werbefiguren sind im 1. Obergeschoss des Neuen Schlosses zu sehen (Inv. Nr. A 2189).

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