Tschapka
(Russland, um 1827)

Tschapka, Russland um 1827 © Bayerisches ArmeemuseumDie Uniform der im späten 18. Jahrhundert in ganz Europa wieder neu aufgekommenen Kavalleriegattung leichter Lanzenreiter, der sogenannten  Ulanen, orientierte sich überall an polnischen Vorbildern. Dies fällt vor allem bei den Kopfbedeckungen auf, wo die polnische Mütze (Tschapka) mit ihrem viereckigen Deckel in verschiedenen Variationen als Grundlage diente. Das Bayerische Armeemuseum besitzt eine sehr seltene Tschapka für Mannschaften eines russischen Ulanen-Regiments. Da einige Beschläge und spezifische Regimentskennzeichen fehlen, kommen mehrere Regimenter in Frage. Die Tschapka in dieser auffällig hohen Form war bereits in den Napoleonischen Kriegen üblich.

Diese Kopfbedeckung befand sich in der Sonderausstellung „Blutige Romantik - 200 Jahre Befreiungskriege“ (6. September 2013 bis Januar 2014) im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr in Dresden (Inv. Nr. N 689).

TS