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Objekt des Monats

Fernglas, deutsch um 1870, Inv. Nr. 0110-2016 © Bayerisches Armeemuseum

Verschluss eines bayerischen Gewehrs M/69 („Werdergewehr“)
(Bayern 1869)

verschluss werdergewehrDer Deutsche Krieg von 1866 hatte die Überlegenheit des Hinterladers über von vorn zu ladende Waffen eindringlich gezeigt. Alle Staaten, deren Armeen zu diesem Zeitpunkt noch mit Vorderladern bewaffnet waren, mußten schleunigst umrüsten. Bayern führte 1869 ein damals hochmodernes Hinterladegewehr ein, mit dem es sich waffentechnisch an die Spitze aller deutschen Staaten setzte. Ludwig Werder, technischer Direktor der Maschinenfabrik Cramer-Klett in Nürnberg, hatte das Herzstück des Gewehrs entwickelt, den Verschluß. Mehrere genau aufeinander abgestimmte Federn steuerten seine Funktion und erlaubten eine für damalige Verhältnisse ungewöhnlich hohe Schußfolge. Mit diesem feinmechanischen Präzisionsprodukt ging man in Bayern an die Grenze dessen, was der deutsche Maschinenbau um 1870 leisten konnte. Der hier abgebildete "Mechanismus", wie man den Verschluß nannte, wurde bei der Maschinenfabrik Augsburg hergestellt.

Im Wiener Militariaverlag ist eine umfangreiche Veröffentlichung des bayerischen Armeemuseums zu Militärgewehren des deutschen Kaiserreichs erschienen, in der auch die Geschichte des Werdergewehrs detailliert beschrieben wird. Verfasser dieses Buches, das auf umfangreichen Studien in Archiven und Sammlungen aufbaut, ist Dr. Dieter Storz, der am Museum für Handfeuerwaffen zuständig ist.

In der Dauerausstellung des Neuen Schlosses ist ein Werdergewehr ausgestellt (Inv. Nr. E 1398).

Aktuelles

GeschlossenAm 20. Dezember 2017 müssen alle drei Häuser des Bayerischen Armeemuseums betriebsbedingt bereits um 15.30 Uhr geschlossen werden.

Fünfeckturm Neues Schloss © Bayerisches Armeemuseum, Foto: Gert SchmidbauerDauerausstellung im Neuen Schloss derzeit im Wiederaufbau - stattdessen sehen Sie hier die
Sonderausstellung „Nord gegen Süd“

Stadtidentität Ingolstadt © Foto: Erich ReisingerDonnerstag, 11.01.2018, 19.00 Uhr
Vortrag
Es ist Deine Stadt - Stadtidentität braucht gesellschaftliches Bürgerengagement
bitte beachten Sie, dass der Termin vom 9. auf den 11.01. verschoben werden musste!

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