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Objekt des Monats

Fernglas, deutsch um 1870, Inv. Nr. 0110-2016 © Bayerisches Armeemuseum

Radschlossgewehr
(Pfalz-Neuburg 1533)

Radschlossgewehr (Pfalz-Neuburg, 1533) © Bayerisches ArmeemuseumDieses Radschlossgewehr ist die älteste datierte Schusswaffe des Bayerischen Armeemuseums. Sie stammt aus dem Besitz des Pfalzgrafen Ottheinrich (1502-1559), der mit seinem Bruder Philipp seit 1522 die „junge Pfalz“ (Neuburg und die Oberpfalz) regierte. Der Lauf des Gewehrs besitzt ein Kaliber von 19 mm und ist in seinem Innern glatt, hat also keine Züge. Es diente nicht militärischen Zwecken, sondern der Jagd. Die Beineinlagen auf der linken Kolbenseite zeigen das Wittelsbacher Rautenwappen, das Anfertigungsjahr („1533“) und den abgekürzten Namen des Pfalzgrafen („OTTH“).

Die Auslösung des Schusses erfolgte mit einem Radschloss. Das war ein komplizierter, federgetriebener Mechanismus, der ähnlich wie ein Feuerzeug funktionierte und damals erst seit wenigen Jahrzehnten bekannt war. Damit war es möglich, die Waffe geladen und jederzeit schußfertig zu führen. Beim älteren Luntenschloss musste man das Zündmittel, also die Lunte, stets am Glimmen halten, was die ständige Aufmerksamkeit des Schützen verlangte.

Das Gewehr ist zusammen mit anderen Radschlosswaffen des 16. und 17. Jahrhunderts im Neuen Schloss ausgestellt (Inv. Nr. A 11918).

Aktuelles

GeschlossenAm 20. Dezember 2017 müssen alle drei Häuser des Bayerischen Armeemuseums betriebsbedingt bereits um 15.30 Uhr geschlossen werden.

Fünfeckturm Neues Schloss © Bayerisches Armeemuseum, Foto: Gert SchmidbauerDauerausstellung im Neuen Schloss derzeit im Wiederaufbau - stattdessen sehen Sie hier die
Sonderausstellung „Nord gegen Süd“

Stadtidentität Ingolstadt © Foto: Erich ReisingerDonnerstag, 11.01.2018, 19.00 Uhr
Vortrag
Es ist Deine Stadt - Stadtidentität braucht gesellschaftliches Bürgerengagement
bitte beachten Sie, dass der Termin vom 9. auf den 11.01. verschoben werden musste!

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