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Objekt des Monats

Kommandeurkreuz des Militär-Max-Joseph-Ordens; Inv. Nr. N 3211 © Bayerisches Armeemuseum

Fahne des preußischen 37. Infanterie-Regiments
(Mitte  18. Jahrhundert)

Fahne des preußischen 37. Infanterie-Regiments (erbeutet 1807) © Bayerisches ArmeemuseumDie aus grüner Seide gefertigte und mit Ölfarben bemalte Fahne zeigt die charakteristische Form, wie sie König Friedrich II. von Preußen nach seinem Thronantritt 1740 für seine Infanterie-Regimenter befohlen hatte. Im weißen Mittelfeld befindet sich der mit Schwert und Donnerkeilen bewehrte preußische Adler, überragt vom Spruchband „Pro gloria et patria“. Die goldenen Eckmedaillons zeigen den königlichen Namenszug „FR“ (Fridericus Rex). Das Regiment hatte seine Garnison in Schlesien und führte diese Fahne, bis es 1806 in die Niederlage der preußischen Armee verwickelt und aufgelöst wurde; die Fahne wurde in das Zeughaus der Festung Breslau eingeliefert.
Durch die napoleonische Kriege gelangte sie als Kriegsbeute in bayerische Hände: Als Mitglied des Rheinbunds nahm Bayern 1806/07 am Feldzug gegen Preußen teil, wobei bayerische Truppen nach Schlesien vorrückten und sich an der Belagerung der Festung Breslau mitwirkten. Nach der Eroberung der Festung im Jahre 1807 wurden im dortigen Zeughaus zahlreiche abgelegte preußische Fahne vorgefunden und als Beute an die Truppen der Belagerungsarmee verteilt, davon allein 22 preußische Fahnen an die bayerischen Truppen. Darunter befand sich auch diese abgebildete Fahne.

Das Bayerische Armeemuseum zeigt dieses historisch bemerkenswerte Objekt in seiner Dauerausstellung im Neuen Schloss (Inv. Nr. B 170).

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