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Objekt des Monats

Fernglas, deutsch um 1870, Inv. Nr. 0110-2016 © Bayerisches Armeemuseum

Rossstirn
(Bayern, um 1540)

Rossstirn (Bayern, um 1540) Inv. Nr. A 5637 © Bayerisches ArmeemuseumSeit dem zweiten Jahrtausend vor Christus nutzte man im Krieg Pferde als Reittiere im Kampf. Die Optimierung dieser Kombination war seitdem ein stetes Bestreben. Mit dem Aufkommen der schwerbewaffneten und mit Harnischen geschützten Krieger, stieg die Notwendigkeit, auch das Reittier zu panzern. Ein Angriff von Reiterei konnte häufig dadurch zum Stillstand gebracht werden, indem man die Pferde kampfunfähig machte.
Diese Entwicklung machte aber die Züchtung sehr leistungsfähiger Reittiere, die imstande waren, sowohl das Gewicht des gepanzerten Reiters und der eigenen Panzerung zu tragen. Gleichzeitig wurden diese Pferde aber auch über einen langen Zeitraum darauf trainiert im Kampfgetümmel und im Schlachtenlärm den Kommandos – häufig nur mit den Schenkeln – ihres Reiters sofort zu gehorchen. Das war auch ein Grund, weshalb diese Tiere so überaus wertvoll waren.
Das Aufkommen der Lanzen als Hauptangriffswaffe im 11. Jahrhundert, die unter den Arm geklemmt mit großer Wucht geführt werden konnten, machten den Schutz der besonders exponierten Extremitäten der Pferde nötig. Die frontale Panzerung schloss auch Scheitel, Stirn und Nasenbereich ein. Die so genannte Rossstirn schützte diese in Form von leichten Stirnplatten bis zu vollständig den Kopf bedeckenden Gebilden. Nicht alle Tiere trugen derartige Schutzausrüstungen, sie waren – wie auch die aufwändig gestalteten Harnische der Reiter – ein Statussymbol einer kleinen Elite.

Die üblicherweise in der Dauerausstellung des Museums im Neuen Schloss gezeigte Rossstirn hat eine Länge von 60 cm und eine Breite von 15 cm (Inv. Nr. A 5637) und war in der Ausstellung „Die Wittelsbacher am Rhein. Die Kurpfalz und Europa“ (08.09.2013 - 02.03.2014) in Mannheim zu sehen.

Aktuelles

GeschlossenAm 20. Dezember 2017 müssen alle drei Häuser des Bayerischen Armeemuseums betriebsbedingt bereits um 15.30 Uhr geschlossen werden.

Fünfeckturm Neues Schloss © Bayerisches Armeemuseum, Foto: Gert SchmidbauerDauerausstellung im Neuen Schloss derzeit im Wiederaufbau - stattdessen sehen Sie hier die
Sonderausstellung „Nord gegen Süd“

Stadtidentität Ingolstadt © Foto: Erich ReisingerDonnerstag, 11.01.2018, 19.00 Uhr
Vortrag
Es ist Deine Stadt - Stadtidentität braucht gesellschaftliches Bürgerengagement
bitte beachten Sie, dass der Termin vom 9. auf den 11.01. verschoben werden musste!

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