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Objekt des Monats

Fernglas, deutsch um 1870, Inv. Nr. 0110-2016 © Bayerisches Armeemuseum

Kochgeschirr M/1828
(Bayern, Mitte 19. Jahrhundert)

Kollektivkochgeschirr, das 1855 offiziell in der bayerischen Armee eingeführt wurde. Erst 1868 ersetzten diese Geschirre die Gemeinschaftskochtöpfe für 10 Personen. © Bayerisches Armeemuseum

Fahrbare Feldküchen verbreiteten sich erst im 20. Jahrhundert. Bis dahin mussten die Soldaten ihre warmen Mahlzeiten selbst zubereiten. Das damals übliche Kochgefäß bestand aus verzinntem Eisenblech, hatte einen Deckel, der auch als Bratpfanne benutzt werden konnte, und besaß einen Henkel zum Aufhängen über dem Kochfeuer. Der Kessel selbst hatte ein Fassungsvermögen von etwa zehn Litern. Ein solcher „Kochtopf“ kam auf sieben Mann. Später fand man heraus, dass sein Inhalt auch für zehn ausreichte. Das 2,3 kg schwere und 30 cm breite Gerät wurde von den Soldaten abwechselnd getragen. Das System war so gedacht, dass alle gemeinsam aus diesem Kessel aßen. Das war schon den Menschen des 19. Jahrhunderts unangenehm, und so beschafften sich viele Soldaten aus eigenen Mitteln zusätzliche Essgeschirre. 1855 wurden sie endlich offiziell eingeführt, also auf Staatskosten geliefert. 1868 wurden die großen Kollektivkochgeschirre durch Individualkochgeschirre ersetzt, wie sie bis heute üblich sind. Im Krieg von 1866 haben die bayerischen Soldaten also noch in den großen Kesseln abgekocht.

Das Kochgeschirr ist zurzeit nicht öffentlich ausgestellt (Inv. Nr. B 1338).

Aktuelles

GeschlossenAm 20. Dezember 2017 müssen alle drei Häuser des Bayerischen Armeemuseums betriebsbedingt bereits um 15.30 Uhr geschlossen werden.

Fünfeckturm Neues Schloss © Bayerisches Armeemuseum, Foto: Gert SchmidbauerDauerausstellung im Neuen Schloss derzeit im Wiederaufbau - stattdessen sehen Sie hier die
Sonderausstellung „Nord gegen Süd“

Stadtidentität Ingolstadt © Foto: Erich ReisingerDonnerstag, 11.01.2018, 19.00 Uhr
Vortrag
Es ist Deine Stadt - Stadtidentität braucht gesellschaftliches Bürgerengagement
bitte beachten Sie, dass der Termin vom 9. auf den 11.01. verschoben werden musste!

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