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Objekt des Monats

Unteroffiziere im Mannöverlager, Fotografie 1865 © Bayerisches Armeemuseum

Neues Schloss (Neuveste)

Neues Schloss mit Statthalterei aus dem 15. Jahrhundert © Bayerisches ArmeemuseumDas Neue Schloss, das auch als Neue Veste bezeichnet wurde, ist ein umfangreicher, 1417/18 begonnener Baukomplex, der in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts zur spätgotischen Residenz ausgebaut wurde. Das Ensemble ist um einen querrechteckigen Hof angelegt und mit einem ausgemauertem Graben im Norden und Westen umgeben. Nach größeren Veränderungen im 19. Jahrhundert wurden Teile des Komplexes 1945 durch Bombentreffer beschädigt. In den 1960er Jahren wurde das Äußere teilweise rekonstruierend wiederaufgebaut und das Innere aufwändig renoviert. Seit 1972 wird das Hauptgebäude, der so genannte Palas, als Museum genutzt.

Das Areal besteht aus mehreren Gebäudeteilen:

  • Der Palas ist dreigeschossig mit einem hohem Satteldach und vier Ecktürmen, von denen einer einen fünfeckigen Grundriss aufweist. Er stammt aus der Zeit um 1450-1490 und dient heute als Museum.
  • Die so genannte Statthalterei ist um das alte Feldkirchner Tor aus dem frühen 15. Jahrhundert gruppiert und wurde barock überformt. Hier befindet sich die Verwaltung des Museums.
  • Die Nordseite des Hofes wird vom Zeughaus dominiert, einem hohen unverputzten Ziegelbau, dem ehemaligen Getreidekasten von 1472/73. Er weist einen eingezogenen Rundturm auf und wartet auf eine umfassende Sanierung und Nutzung.
  • Den Hof betritt man von Westen über einen Torbau, der um 1580 errichtet wurde und einen Glockenturm mit Uhr aus dem mittleren 18. Jahrhundert trägt.
  • Der so genannte Kavaliersbau, ein abgewinkelter Trakt, bildet die südwestliche Hofbegrenzung und stammt aus dem 18. Jahrhundert. Im Süden ist ein Teil der alten Stadtmauer in diesen Bau einbezogen. Heute befinden sich darin die Werkstätten des Museums.
  • Zum Schlosskomplex gehört zudem noch die ehemalige Rossmühle, ein zweigeschossiger Putzbau aus dem Ende des 16. Jahrhunderts. Er diente früher als herzogliche Mühle, die mit Pferdekraft (daher der Name) betrieben wurde. Dies diente dem Fall, dass die Wassermühlen der Stadt im Kriegsfall ausfallen würden

(Quelle: Denkmäler in Bayern. Bd. 1.1 Stadt Ingolstadt. Ensembles, Baudenkmäler, archäologische Denkmäler. 2 Bde., München 2002)

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