Vom Mittelalter bis zum Ersten Weltkrieg
Die Dauerausstellung im Neuen Schloss zeigt Exponate vom Mittelalter bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs. Die ältesten Stücke stammen aus dem 15. Jahrhundert. Harnische, Helme und Blankwaffen sind in den Vitrinen ebenso zu sehen, wie die aus dem späten Mittelalter erhaltene Protese eines Ritters, dessen Hand bei einem Kampf abgetrennt wurde. Darüber hinaus findet man auch Beispiele der ersten Schusswaffen und diverse Ausrüstungsgegenstände.
In der Dürnitz, dem repräsentativen Raum im Erdgeschoss des Hauptgebäudes, ist der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) thematisiert, der ganz Deutschland erfasste und über Jahrhunderte als einer der grausamsten Kriege der deutschen Geschichte im Gedächtnis der Bevölkerung haften blieb. Blickfang sind vor allem die geschwäzten Reiterharnische, die als so genannte Pappenheimer bekannt sind. Darüber hinaus sind Falkonette (leichte Feldgeschütze), Gemälde, Säbel und ein originales Lederwams und ein Filzhut aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges zu sehen.
Die Beute aus den Türkenkriegen des 17. und 18. Jahrhunderts bildet einen Glanzpunkt im 1. OG des Neuen Schlosses. Die wertvollen Objekte sind einzigartige Zeugnisse ihrer Zeit und besitzen einen historisch wie kunsthandwerklich hohen Stellenwert. Neben Waffen und Rüstungsteilen ragt besonders das Zelt des türkischen Großwesirs Suleimann heraus, das in der Schlacht von Mohacs (1687) erbeutet wurde.
Das 2. OG ist ganz der Armee des 19. Jahrhunderts gewidmet. Besonderer Höhepunkt ist der Fahnensaal, in dem alle Fahnen und Standarten der Königlich Bayerischen Armee zu sehen sind (über 150 Stücke). Daneben finden sich Originaluniformen, Waffen, Ausrüstungsgegenstände und eine Vielzahl an Gemälden, die den Alltag von Krieg und Frieden in der bayerischen Armee der damaligen Zeit zum Thema haben.


