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Objekt des Monats

Kommandeurkreuz des Militär-Max-Joseph-Ordens; Inv. Nr. N 3211 © Bayerisches Armeemuseum

Beamtenhut
(Bayern, 1800-1810)

Beamtenhut, Bayern 1800-1806, Inv. Nr. Jank 134 © Bayerisches ArmeemuseumJe stärker im Lauf des 18. Jahrhunderts die Staatsgewalt ausgebaut wurde, desto wichtiger wurde die Uniformierung der Staats und Militärbediensteten, stellten diese doch die sichtbare Verkörperung der staatlichen Autorität dar. In Bayern trugen vor 1799 nur der Hofkriegsrat sowie Angehörige der Forstverwaltung und des Bergwerkswesens eine eigene Uniform, 1799 führte Kurfürst Max IV. Joseph dann Uniformen für alle Staatsdiener ein.
In den Anfängen trug man, der zivilen Mode folgend, drei verschiedene Typen des Uniformhuts: den Napoleonshut, den Androsmane mit drei Spitzen und einen zusammenklappbaren halbmondförmigen Zweispitz. Bei dem hier gezeigten Hut handelt es sich wohl ursprünglich um einen Napoleonshut, einen häufig als Zweispitz interpretierten, in Wirklichkeit aber eher dreispitzigen Hut mit steif emporstehender hinterer und stark ausgebuchteter
vorderer Krempe, die später eine Veränderung erfuhr.

Was bei dem hier gezeigten Beamtenhut aus der Sammlung des Münchner Tier- und Schlachtenmalers Angelo Jank (1868 –1940) ins Auge sticht, ist die als Dekoration angebrachte Kokarde, ursprünglich das Nationalabzeichen der Französischen Revolution, das sich nun Bayern zum Vorbild nahm. Im „Kgl. Bair. Regierungsblatt“ 1806 (S. 25) wurde verfügt, dass die Staatsdiener künftig eine weiß-blaue Kokarde auf dem Hut zu tragen hätten, „damit sich die Baiern als Brüder erkennen und im Auslande die ihnen durch ihre Anhänglichkeit an ihren König und das Vaterland gebührende Auszeichnung erhalten“.

aus: Haus der Bayerischen Geschichte (Hg.), Napoleon und Bayern (Veröffentlichungen zur Bayerischen Geschichte und Kultur 64), Augsburg 2015.

Der Hut wird in der Bayerischen Landesausstellung „Napoleon und Bayern“ (30. April bis 31. Oktober 2015) im Neuen Schloss in Ingolstadt zu sehen sein (Inv. Nr. Jank 134)

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